10 Giftstoffe im Haushalt!

Wir stecken mitten in der kalten Jahreszeit. Draußen ist es ungemütlich und wir ziehen uns in unsere vier Wände zurück! Vielleicht geht es euch wie mir und ihr freut euch auch auf die dunkle Jahreszeit – auf lange Abende und verschlafene Samstage.

Doch wie sicher ist euer Zuhause für die Kleinsten? Vor einiger Zeit habe ich euch im Blogbeitrag „Sicherheitsrundgang durch die Wohnung“ schon mit einigen Tipps zur Gefahrenminimierung versorgt.

Heute geht’s um Giftstoffe. Die lagern wir in Hülle und Fülle und daher lohnt es sich, einen genauen Blick in ALLE Ecken zu werfen und Risiken auszumerzen! Kinder im Alter von ein bis drei Jahren sind aufgrund ihrer Entwicklung besonders gefährdet. In dieser Altersspanne erkunden sie ihre Umwelt durch Tasten, Schmecken und In-den-Mund-Nehmen. Erst mit drei bis vier Jahren sind sie in der Lage, Lebensmittel von anderen Stoffen zu unterscheiden.

 

Die häufigsten Vergiftungsursachen im Haushalt sind:

1. Reinigungsmittel:

Daher auf möglichst viele harte Putzmittel verzichten, verwendet stattdessen Mikrofasertücher – diese machen Reinigungsmittel bzw. Haushalts-Chemikalien überflüssig.

2. Medikamente:

Immer außer Reichweite von Kindern aufbewahren. Medikamente müssen an einem trockenen, temperaturstabilen Ort aufbewahrt werden (nicht in der Küche oder im Bad). Tipp: in einem festen Karton im oberen Teil des elterlichen Kleiderschranks aufbewahren.

3. Pflanzen:

Zu den besonders giftigen Zimmerpflanzen zählen:

  • Amaryllis
  • Blauer Eisenhut
  • Dieffenbachie
  • Engelstrompete
  • Hakenlilie
  • Japanisches Pfaffenhütchen
  • Kolbenfaden
  • Ritterstern

4. Rauchen:

Tabakrauch enthält rund 4.000 verschiedene chemische Substanzen, 40 davon sind krebserregend. Denkt daran, auch wenn ihr auf dem Balkon raucht, setzen sich die Giftstoffe in eurer Kleidung fest – in eurem Pulli, in eurer Jacke!

5. Geschirrspüler:

Im Geschirrspüler tummeln sich Schimmelpilze. Besonders unter Gummiabdichtungen fühlen sie sich pudelwohl! Daher sollte mindestens ein Mal in der Woche ein Waschgang bei mindestens 65°Grad durchgeführt werden.

6. Raumdüfte:

Bei Stichproben wurden in 80% der getesteten Raumdüfte zu hohe Mengen an Limonen-Konzentrat festgestellt. Dieser Aromastoff steht im Verdacht, Allergien auszulösen – daher den Duft am besten weglassen und einfach mal das Fenster aufreißen!

7. Beleuchtung:

Energiesparlampen enthalten ca. 3,5- 5 mg Quecksilber. Wenn die Leuchtmittel zerbrechen, setzt sich das quecksilberhaltige Gas auf dem Boden – im Krabbel- und Spielbereich der Lüdden – ab!

8. Fieberthermometer:

Analoge Fieberthermometer enthalten ca. 1 mg Quecksilber. Gift-frei und präziser arbeiten digitale Fieberthermometer.

9. Kinderspielzeug:

Plastikspielzeug für Kinder sollte stets aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt sein (PE oder PP). Spielzeug aus PVC enthält bedenkliche Weichmacher, die gesundheitsschädlich sein können. Bei importiertem Billig-Spielzeug werden gültige Vorschriften oft nicht eingehalten.

10. Gartenfackeln:

Das dafür benötigte Lampenöl bzw. Petroleum ist tödlich. Bereits kleinste Mengen davon lassen die Lunge in sich zusammenfallen, jede Hilfe kommt dann meist zu spät.

Generell gilt, seid euren Kindern ein Vorbild! Seid im Umgang mit Giftstoffen, die sich ja nun mal leider nicht komplett verbannen lassen umsichtig und verantwortungsbewusst!

Vorbilder sind einfach cooler als Verbote!